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Ready for boarding: Unternehmen auf der „Talent Journey Experience“

Geschrieben von WWC | Nov 3, 2026, 11:44:01 AM

Praxisnahe Eindrücke der Fachkräftegewinnung bei der Veranstaltung des WWC

Osnabrück. „Ich bin schon ganz gespannt, was mich auf der Reise erwartet.“ So groß wie die Vorfreude der Geschäftsführerin war auch die Neugierde der anderen Teilnehmenden auf die „Talent Journey Experience“ des Welcome & Work Center Landkreis Osnabrück (WWC). Mit ihren Bordkarten und Reiseunterlagen in der Hand starteten Vertreterinnen und Vertreter von 30 Unternehmen gemeinsam im Osnabrücker Dock 49 zu einer Tour rund um die Fachkräftegewinnung. Statt Vortragsprogramm hieß es: einsteigen, mitmachen, neue Wege ausprobieren.

„Wir werden heute gemeinsam neue Wege entdecken und sicherlich auch die eine oder andere Herausforderung meistern und hoffentlich mit vielen neuen Erkenntnissen und Ideen wieder im Hafen ankommen“, begrüßten Moderatorin Christine Relius und Sandra Schürmann vom WWC die Teilnehmenden. Das Reiseziel war dabei klar: internationale Fachkräfte gewinnen, gut ins Unternehmen holen und langfristig in Betrieb und Landkreis Osnabrück integrieren.

Foto: © Dominik Dannhaus / WIGOS 

„Für viele Unternehmen ist genau das noch Neuland. Offene Stellen, zu wenige passende Bewerbungen und die Frage, woher die Fachkräfte von morgen kommen sollen, gehören längst zum Alltag. Internationale Rekrutierung kann eine Antwort sein“, beschreibt Sandra Schürmann. Aber dann beginnt oft erst die eigentliche Fragerunde: Wo findet man geeignete Talente? Was ist bei Anerkennung, Visum und Einreise zu beachten? Wer hilft bei den einzelnen Schritten? Und was braucht es, damit neue Mitarbeitende am Ende nicht nur ankommen, sondern bleiben?

Die „Talent Journey Experience“ setzte genau dort an. Die Teilnehmenden hörten nicht einfach sechs Fachvorträge hintereinander, sondern wurden selbst Teil eines fiktiven Unternehmens, eines mittelständischen Maschinenbauers mit gut gefüllten Auftragsbüchern - aber offenen Stellen. Die bisherigen Recruitingwege funktionieren nicht mehr. Also entscheidet sich das Unternehmen dafür, internationale Fachkräfte zu rekrutieren.

Mit diesem Ziel vor Augen gingen die Reisegruppen unterschiedliche Wege. Einige starteten ganz am Anfang und mussten herausfinden, wo sie geeignete Bewerberinnen und Bewerber finden können. Andere waren gedanklich schon einen Schritt weiter und beschäftigten sich mit Anerkennung, Visum, Einreise, Wohnen oder Integration. An sechs Stationen warteten Expertinnen und Experten mit konkreten Aufgaben, Informationen und Ansprechpartnern. Nach jeweils rund 20 Minuten ertönte das Schiffshorn – das Signal für den nächsten Hafen.

Dabei wurde den Teilnehmenden klar: Internationale Fachkräftegewinnung besteht nicht aus einem einzigen Recruiting-Schritt. Sie reicht von der Suche im Ausland über rechtssichere Beschäftigung, Anerkennung und Einreise bis hin zu Sprachförderung, Wohnen, Familienangeboten und einem guten Onboarding. Dabei unterstützen das 2026 von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück, WIGOS, und der MaßArbeit gegründete WWC, die Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren sowie die Integrationsbegleiterinnen von gsm die Unternehmen.

Am Ende kamen alle Reisegruppen wieder im gemeinsamen Hafen an. Im Gepäck hatten sie nicht nur Informationen, Unterlagen für den späteren Einsatz im Unternehmen, darunter eine Onboarding-Checkliste und den Welcome & Work Guide, sondern vor allem ein klareres Bild davon, wie internationale Fachkräftegewinnung in der Praxis funktionieren kann. Die Unternehmen waren begeistert von den neuen Eindrücken: „Die Journey war wirklich eine spannende Reise. Ein echtes Aha-Erlebnis war, wie viele Anlaufstellen und Unterstützungsangebote es gibt.“ Und auch das Organisationsteam vom WWC war zufrieden mit der Journey und freute sich über das große Interesse der 30 teilnehmenden Unternehmen. „Viele Unternehmen haben erkannt, dass internationale Fachkräftegewinnung eine Chance sein kann. Das WWC versteht sich dabei als Begleiter entlang des gesamten Weges. Unternehmen sollen wissen, an wen sie sich wenden können, bevor aus einzelnen Fragen unnötige Hürden werden.“

 

Quelle: Pressemitteilung WIGOS